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Mittwoch, 12. August 2009

Lebenslust

Jeden Morgen erstmal
aufstehen
Jeden Abend wieder
ins Bett gehen

Jeden Tag ein
neues Ziel
Jeder Zweite will
zu viel

Neue Runde, neues Glück
Selber Ablauf, altes Pech
Wer nicht spurt - verliert
Wer alles gibt - zensiert
Neuer Anlauf, neue Chance
Selber Rückschlag, alte Konsequenz

Donnerstag, 21. Mai 2009

Ente Enten Enton

Enten sind des Müllers Lust,
wer nicht wandert, der schiebt Frust.
Wer nicht wandert, ist nicht klug,
denn das tut ihm gar nicht gut!

Entenstund' hat Gold im Mund,
wer nicht ausschläft, der bleibt rund.
Wer nicht ausschläft, ist nicht wach,
das gibt mit der Mama Krach!

Die frühe Ente fängt den Wurm,
wer nicht flieht, den packt der Sturm.
Wer nicht flieht, den kriegt das Luder,
und dann hört ihr nur noch Scooter.

Wer nicht entet, der nicht gewinnt,
wer nicht zündelt, ja der spinnt.
Wer nicht zündelt, der bleibt unbescholten,
und damit dann auch ungescholten!

Andere Enten haben auch schöne Töchter,
wer nicht vögelt, der wird ungeröchter.
Wer nicht vögelt, der ist underfucked,
und guter Gott, das suckt.

Enten sind menschlich,
halt nein, das sind sie doch nich'.
Enten sind entisch
und ihr seid jetzt finish(ed)!

Ente Ente Ente... Ente Ente Ente ! (Ralph)
Ralph, sag endlich „Gans“ du Blödmann! (Bart)

Donnerstag, 14. Mai 2009

Rückhalt

Du kannst ewig weiter schweigen,
oder genau einmal,
einmal ganz laut schreien.
Du kannst dich jedes Mal verneigen,
oder genau einmal,
einmal deinen Unmut zeigen.
Du hast die Wahl !

Du kannst dich immer nur verstecken,
oder genau einmal,
einmal deinen Kopf aus der Masse strecken.
Du kannst dich auch weiterhin bücken,
oder genau einmal,
einmal eine Waffe zücken.
Du hast die Wahl !

Du kannst weiter blind mitlachen,
oder genau einmal,
einmal den ersten und letzten Schritt machen.
Du kannst dir deine Meinung weiter verbeißen,
oder genau einmal,
einmal deine Ketten zerreißen.
Du hast die Wahl !

Du kannst stetig zurückstecken,
oder genau einmal,
einmal deinen Zorn wecken.
Du kannst dich weiterhin selbst verletzen,
oder dieser Farce genau einmal,
einmal ein Ende setzen.
Triff deine Wahl!



[ Zusätzliche ad absurdum Strophe:

Du kannst weiter aufs Meer hinaus fahren
oder genau einmal,
einmal die Fassung wahren.
Du kannst deine Harpunen wetzen,
oder genau einmal,
einmal gemütlich an' Herd setzen.
Du hasst den Wal. ]

Mittwoch, 6. Mai 2009

Gnadenlos

Du liegst blutend im Dreck.
Tropfen auf hellen Stein.
kannst nicht mehr weg,
doch willst nirgendwo anders sein.

Du fletscht die Zähne,
spuckst mir ins Gesicht.
Seh' ich da eine Träne?
So einfach ist das nicht.

Bäumst dich auf, greifst mich an,
wirfst mich schreiend nieder.
Reißt dich noch einmal zusamm',
schlägst mich wieder und wieder.

Ich verliere einen Zahn,
du kommst endlich aus dir raus.
Seh' in deinen Augen den Wahn,
du blutest langsam aus.

Deine Faust auf und ab,
gleich greife ich an.
Langsam wird es echt knapp,
jetzt bin ich wieder dran.

Ich schmecke mein Blut,
und lächle dabei.
Junge, du bist echt gut,
doch deine Zeit ist vorbei.

Ja, noch ein Schlag,
ja, genau jetzt.
Nein, was für ein Tag,
warum so entsetzt?

Ich richte mich auf,
dein Handgelenk bricht.
Jetzt bin ich richtig drauf,
ich tret' dir ins Gesicht.

Ich spüre es,
wie es mich durchdringt,
das Adrenalin,
wie es lacht, pfeift und singt.

Es wurden Rollen getauscht,
nicht nur einmal.
Jetzt siehst du zu mir auf,
ich war ja richtig brutal.

Du winselst um Gnade.
Bist du mit dir im Reinen?
Wenn nicht wär's echt schade,
denn Gnade gewähre ich keinem.

Samstag, 2. Mai 2009

Distanz

Du bist so weit und doch - so nah,
wenn es nach mir geht - immer da.
Doch du selbst, du - schreitest fort,
bist lieber an 'nem - ander'n Ort.

Geh nicht! Bleib doch! - Sieh mich an!
Schon so lang in deinem - Bann.
Wenn ich könnte, würd' ich - rennen,
mich von deiner Fessel - trennen.

Doch ich kann nicht, - will nicht,
schaff's nicht, - will dich.
Renne, schreite, eile - ganz wie du
und werde schwächer - immerzu.

Puls fällt, Blut steigt - Körper zittert.
Ich sehe raus und - es gewittert.
Blitze zucken, Tropfen fallen - ich verweile.
Starre weiter in die Leere - ohne Eile.

Während ich noch denkend - stehe,
fragst du mich, - wie es mir denn gehe.
„Ach nichts“ - sag' ich und ich mein:
„Wird schon alles richtig sein.“