Posts mit dem Label Marco werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Marco werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 1. Juni 2009

Lissabon

Sie sagte ihr Name sei Lissabon
Und ich hielt es für einen Scherz
Doch Lissa beliebte nicht zu scherzen
Und so brach sie mir mein Herz
Was verbunden war mit Latex
Und einem Teilbereich an Schmerz

In Hamburg lernten wir uns kennen
Und dort lernte ich sie lieben
Wie den Gedanken mit ihr zu leben
Eine Vorstellung, die sie wie unser Kind
Sehr schnell hat abgetrieben
Was ich empfand als leicht
Übertrieben

Lissa war eine viel beschäftigte Frau
Und verbrachte nicht jede Nacht bei mir
Sie bot mir einen Bezirk an Freiheit
Wofür ich danken wollte ihr
Doch sie war ja nie hier

Tage wichen Wochen
Und Jahre zogen ins Land
Ich begann zu überstreichen
Die Wand
In meinem Herzen
Auf der ihr Name
Stand

Lissabon
Hat sich in den Irrwegen der Liebe
Verrannt

Anmerkung:

Gebt mir Themen, die ich verstehe, Leute. :P

Mittwoch, 20. Mai 2009

Enten in der Stadt

Risse führen zu Kerben
Und Kerben zurück
In die Stadt
Die dir seit vielen Jahren
Einfach nichts mehr zu
Bieten hat

Doch wenn das Wasser
Über Risse in die Kerben
Dringt
Wird dein Herz sinken
Entthront durch die Melodie, die
Erklingt

Dich mit sich nimmt
Dich bezwingt
Und durch
Verlorenes
Vertrauen bedingt
Deine Liebe umringt
Und mitsamt der Stadt
Verschlingt

Die Wut
Bahnt sich ihren Weg
Dorthin
Zurück
Ist bereit
Den Preis zu zahlen
Nötigt
Glück

An der
Lokalität
Ist es
Nun viel zu spät
Alles
Was wir hören
Bildet
Das Echolot

Denn innerlich sind sie tot
Innerlich sind sie tot
Die Enten sind tot

Und das gebrochene Herz
Färbt sich wieder rot

Montag, 11. Mai 2009

Zwei Kästchen

Zwei Kästchen
Und ein Teil an roter Farbe
Der in deinen Körper eindringt
Und langsam in deinen Organen verläuft

Zwei Kästchen
Und ein gefallener Vogel
Der in dem wenigen Wasser
In deinen gefalteten Händen ersäuft

Zwei Kästchen
Und eine laut tickende Uhr
Die die Zeit rückwärts laufen lässt
Während ihre Sekundenanzahl sich häuft

Zwei verdammte Kästchen
Und die Erinnerung an mich
Der ich dich dem Atmen vorzog
Und dir mit Gesten sagte
Ich liebe dich

Wir beide wissen
Wer die Person war
Die mir mein Herz stahl
Also handle erneut so
Wie es dir das Deinige befahl
Willst du mit mir gehen?
Zwei Kästchen
Triff deine Wahl

Donnerstag, 7. Mai 2009

Keine Gnade

Mit dem Tumor in meiner Wade
Bilde ich eine perfekte
Ursprungsgerade
Und zusammen
Durchschneiden wir
Diese Scharade
Führen euch auf
Neue Pfade
Sprengen
Eure Fassade
Keine Gnade
Keine Gnade

Mit dem Herzen aus reiner Jade
Werde ich der neue
Wortnomade
Und zusammen
Durchbrechen wir
Diese Blockade
Feiern unsere
Eigene Parade
Sprengen
Eure Palisade
Keine Gnade
Keine Gnade

Wir verlieren uns
Auf der Promenade

Schade


Anmerkungen: Absicht.

Donnerstag, 30. April 2009

Sehnsüchtig

Wieder stehe ich am Rande jener Grenze
Und wieder deklariere ich 10.000 Meilen als
Nichtig
Wieder spiegelst du vor mich nicht zu erkennen
Der Nebel lichtet sich, doch du bleibst unein
Sichtig

Wieder trete ich durch den alternden Staub
Und wieder befinde ich lächerliche Linien als
Wichtig
Meine gellenden Schreie durchbrechen die Stille
Dieser Nacht, doch du diffamierst sie als unauf
Richtig

Denn

Deine Probleme seien ja so verdammt viel
Schichtig
Und meine Absichten völlig undurch
Sichtig
Zwie
Lichtig

Die Wahrheit ist doch
Ich bin dir keinerlei Rechenschaft
Pflichtig

Ich bin doch nur sehn
Süchtig

Ich stehe an deiner Grenze
Und der Regen prasselt auf mich
Nieder
Ich öffne meine Augen
Lider
Nie wieder

Freitag, 24. April 2009

Uns

Das Gras um uns
Wird blass
Und taucht in unbekannte Sphären ein
Unbekannt
Für Uns

Ich frage mich
Wie kann
Verlust des Schutzes so unwichtig sein
Unwichtig
Für Uns

Uns
Das sind Wir
Du und Ich
Ich und Du
Der Wärter
Und sein Tier

Uns
Das sind Wir
Du und das Papier
Ich und das Klavier
Ich spüre meine Gier
Hab es im Visier
Dein Lebenselixier

Die Menschen leben sich tot
Und der Himmel färbt sich rot
Alles nur
Für Uns

Die Erde rüttelt am Sein
Und so bleiben wir allein
Alles nur
Für Uns

Uns
Das sind Wir
Du und das Papier
Ich und das Klavier
Ich spüre deine Zier
Bis ich die Kontrolle verlier'
Und mit dir kollidier'

Montag, 29. September 2008

Damals & Mundtot

1. Zu "Zeitreise", oder war es "Zeitmaschine?" noch ein kleine Gedicht, dass mir gleich nach dem Lesen des Wortes eingefallen ist und nur als Spaß gemeint ist.

Damals

DAMALS!

Als 2 Pfennig für 8 Kugeln Eis noch teuer war!
Weihnachten war nicht schon im Sommer da!

DAMALS!!

Gute alte Zeiten, keiner kann sich erinnern!
3 Sender, die über die Bildschirme flimmern!

DAMALS!!!

Das Schlechte hab ich vergessen!
Auf das Gute bin ich versessen!

DAMALS!!!!

Als es noch nicht so einen Scheiß wie Cola Light gab!
Probleme noch mit Gewalt gelöst wurden!
Schwarz keine Farbe war!
Das Wort LOL noch nicht existierte!
Hip Hop verboten war!
New Jersey aussah wie das Paradies!
Fernsehen dem Teufel zugeschrieben wurde!
Als die Rechtschreibung noch nicht alle 2 Tage geändert wurde, weil irgendwelche Idioten nicht damit klar kommen, wie das alte große G geschrieben wurde, obwohl es genau so aussah wie neue kleine g!

DAMALS!!!!!

Ist vorbei!

--------------------------------------

2. Zu "Befreiung"

Mundtot

Ich bahne mir meinen Weg
Durch diese unendlich langen Nächte
Nächte, in denen ich immer wieder
Kämpfe mit mir selbst ausfechte

Wahre Menschlichkeit,
Die da draußen grassiert
Immer nur wegsehen
So dass nichts passiert

Keiner weiß wovon ich rede
Denn keiner hört mich wirklich an
Weil ich eben nur das tue
Was jeder andere auch kann

Reden, reden, doch es bleibt nun mal reden

Und so geben wir das Unheil weiter
An Menschen, die wir lieben
Nur um jenes Unheil nicht für immer
Vor uns selbst her zu schieben

Ich hab seit Wochen nicht geschlafen
Weil ich nur aufwachen will
In der Welt, in der ich lebe
Ist es so unglaublich still

Keiner will wissen, wovon ich rede
Denn keinen spricht es wirklich an
Weil ich eben nur so bin
Wie jeder andere normale Mann

Reden, reden, doch es bleibt nun mal reden

Wir hassen uns alle,
Aber niemand darf das wissen
Doch wenn wir dann mal sterben,
Werden wir uns vermissen
Nicht, weil wir uns doch irgendwas bedeuten
Nein, wir gehören nur zu den anständigen Leuten

Verlaufen in der Dunkelheit
Der jeder irgendwann verfällt
Mehr ist es wirklich nicht
Was uns am Boden hält

Hör auf deine Chance zu vertagen
Fang an etwas zu sagen!
Hör auf dein Leben zu verlegen
Fang endlich an zu reden!

Sonntag, 21. September 2008

Lucifer

Inspiriert und auch Wörter übernommen durch/von William Blakes "Tyger".

The Tyger

Tyger, Tyger, burning bright,
In the forests of the night;
What immortal hand or eye.
Could frame thy fearful symmetry?

In what distant deeps or skies.
Burnt the fire of thine eyes?
On what wings dare he aspire?
What the hand, dare sieze the fire?

And what shoulder, & what art,
Could twist the sinews of thy heart?
And when thy heart began to beat.
What dread heand? & what dread feet?

What the hammer? what the chain,
In what furnace was thy brain?
What the anvil? what dread grasp.
Dare its deadly terrors clasp?

When the stars threw down their spears
And water'd heaven with their tears:
Did he smile his work to see?
Did he who made the Lamb make thee?

Tyger Tyger burning bright,
In the forests of the night:
What immortal hand or eye
Dare frame thy fearful symmetry?

--------------------------------------------------------------------------


Lucifer

War es Liebe?
War es der Schmerz?
Welch’ ungeheure Hiebe,
Formten dein pechschwarzes Herz?

War es leuchtend Blut?
War es sanfter Firn?
Mit welch’ ausgeschöpftem Gut,
Goss man dein makellos’ Hirn?

War es der Hammer, glutentfacht?
War es die unberührte Hand?
Welch’ ungemeine Macht,
Dein furchtbar’ Sein erfand?

Welchem Abgrund magst du entstammen?
Welch’ unaufhörlich grausam Flehen?
Welch’ Kraft lies deine Seele entflammen?
Ließ dich, Meister des Bösen, auferstehen?

Vertrauen, das man in dich setzte
Missgunst, die dich tödlich verletzte
Verrat in goldenen Hallen
Ließen dich aus den Wolken fallen

Verzweiflung, die dich packte und fest umschlang
Gab dem Dunkel Eintritt, das in dich gelang
Vergessenheit, in die du dann gerietst
Ließ dich kreieren, was du heute liebst

Verachtung, gewandelt in Angst
Vertreibt ihn, wie du es verlangst
Liebe, genommen und gegeben
Ließ die Hölle auf Erden leben

Auferstanden in der Dunkelheit des Nichts
Gelebt in der Hölle, die sich dir bot
Gestorben im Beisein des endlosen Lichts
Wiedergeboren im eigenen Tod

Montag, 15. September 2008

Schuldig

Noch zu "Fernglas". Ist mir auch nichts eingefallen, abgesehen von den ersten 4 Strophen. Das danach hab ich noch schnell dazu gedichtet, weil ich es nicht unbeendet lassen wollte, demnach gefallen mir die letzten 4 Strophen auch nicht. Bedankt euch bei Teresa, die mich dazu überredete, es online zu stellen.

Schuldig

Kannst du sehen, was du willst?
Kannst du haben, was du siehst?
Vergisst du so dein Leben,
Wenn du in das Ihre fliehst?

In unendliche Fernen kannst du sehen
Ausmachen, erkennen, doch nicht gehen
Das Schuldgefühl bleibt bestehen

Kannst du leben, was du siehst?
Kannst du sehen, wie du lebst?
Macht es dein eigenes besser,
Wenn du nach ihrem Leben strebst?

Du siehst ihr Glück und du siehst auch ihr Flehen
Erspähen, blicken, wirst nie vor ihr stehen
Das Schuldgefühl bleibt bestehen

Kannst du ändern, was du siehst?
Kannst du sehen, was sich tut?
Du kannst sie doch mal ansprechen,
Bräuchtest nur ein klein bisschen Mut

Hab’ dich schon seit Tagen im Visier
Fragt sich nur, was ich dabei riskier’
Etwa dass alles zu Grunde geht?
Dafür ist es jetzt schon viel zu spät

Fässt du meine Tochter auch nur einmal an
Wirst du erfahren, was Schmerz wirklich sein kann
Hör endlich auf sie anzustarren
Lass den Schleier doch endlich fallen

Du hast nichts getan
Wirst nicht ins Gefängnis gehen
Du hast nichts getan
Kannst mich einfach nicht verstehen
Du hast nichts getan
Du hast mir nichts zu gestehen
Du hast nichts getan
Du hast sie nur angesehen
Du hast doch nicht getan!
Das Schuldgefühl bleibt bestehen

Sonntag, 14. September 2008

Es ist Zeit

Schon seit 5 Tagen will ich zu "Fernglas" und "Zuhause" etwas schreiben. Bisher kam nur das Gedicht hier bei raus, das gar nichts mit den beiden Themen zu tun hat. Deshalb wird es einfach unter "Marco" verbucht.

Es ist Zeit

Das Leben ist wahrlich nicht wie ein Wunschkonzert
Eine Einbahnstraße, auf der man sich verfährt

Im Leben bekommst du so leicht nichts geschenkt
Ein Navi, das dich gegen einen Baumstamm lenkt

Da hilft dir kein Aufstand, kein Rebellieren
Im Leben kannst du eben nur verlieren

Hier ist kein Hass, keine Liebe, nur Neid
Triefend vor Bedeutungslosigkeit
Entstanden durch Unzufriedenheit
Es ist Zeit, es ist Zeit, es ist Zeit
Für ein bisschen Gerechtigkeit

Das Leben ist wie Deutschland sucht den Superstar
Sieht man scheiße aus, war man zum letzen Mal da

Das Leben ist kein Ponyhof
Streicheln macht doch eh nur doof

Da hilft dir keine Demonstration, kein Protest
Man wird von dem enttäuscht, auf den man sich verlässt

Wisst ihr eigentlich noch, wer ihr seid?
Vergessen durch die Einsamkeit
Entstanden durch Unzulänglichkeit
Es ist Zeit, es ist Zeit, es ist Zeit
Für ein bisschen Gerechtigkeit

Der Inhalt wird der Packung nicht gerecht!
Und deine Brüste sind ja gar nicht echt!
So viel zu Sein und so wenig zu Werden
So wenige leben und so viele sterben

Sag, dass alles irgendwann besser wird
Sag, ich hätt' mein Leben nicht verwirkt
Sag mir doch es wäre noch Zeit
Ich hab' verpasst die Welt zu retten
Und es tut mir Leid

Donnerstag, 11. September 2008

So Viel

Ich wage mich jetzt doch noch an die Themen, die ich ausgelassen habe.
Mir fiel über eine Stunde lang einfach nichts ein und dann schließlich schrieb ich einfach das hier, weil ich es in dem Moment singen konnte und ich das toll fand. Im Großen und Ganzen finde ich das Gedicht jedoch nicht gelungen, aber es ist alles, was bei "Sackgasse" rauskam, auch wenn es bei mir eher "Aus der Sackgasse rauskommen" heißt.

So viel

Deine Hand zuckt

Du hast so viel geträumt
Hoffend, Träume würden in Erfüllung gehen
Du hast so viel versäumt
Glaubend, die Gelegenheit bliebe bestehen

Du hast so unglaublich viel gesehen
Verlangst, die Erinnerung möge nie vergehen
Du willst in der Vergangenheit leben
Meinst, Nostalgie kann deine Menschlichkeit beheben

Du denkst an schöne Zeiten zurück
Und du hoffst und du hoffst und du hoffst
Mit ein klein bisschen Glück
Wiederholt sich das Stück

Hör auf zu denken
Fang an zu leben
Stoppe das Nehmen
Beginn’ zu geben

Und du
Träumst und du hoffst und du nimmst

Und du
Rennst und du springst und du schwimmst

Und du
Glaubst und du meinst und du verlangst

Und du
Gleitest und du hüpfst und du tanzt

Und du
Denkst und du versäumst und du giebst

Und du
Fühlst und du küsst und du liebst

Und du
Versäumst, nimmst, glaubst, denkst, springst und du verdirbst

Und du
Fühlst, träumst, tanzt, schwimmst, liebst und du stirbst

Doch deine Hand zuckt

Sonntag, 24. August 2008

Liebe gegenüber einer Zukunft

Elternliebe. Mir ist gar nichts zum Wort der Woche eingefallen, aber da ich noch irgendetwas abliefern wollte, zwang ich mich sozusagen etwas zu schreiben. Das kam dabei raus. Wie das letzte Gedicht wurde es nicht noch einmal überarbeitet. Ich wollte es leben lassen, so wie es entstanden ist. Durch gewissen Zwang, etwas Glück und den Zufall. Wie vielleicht ein Baby. Hehe. Welch Vergleich.

Liebe gegenüber einer Zukunft

Ich seh die Menschheit verdummen
Massenmörder Lieder summen
Ich sehe Dunkelheit, doch kein Licht
Ich sehe dich und ich sehe mich

Du siehst dich und du siehst auch mich
Du siehst das Hell, das Dunkel nicht
Du siehst die Menschheit verstummen
Du willst ihr geben, ein Summen

Ein Wesen zu setzen in diese “Demokratie“
Grenzt schon fast an unheilbare Soziopathie
Ein Wesen zu setzen in jene grausame Welt
Einer Überlebensskala zusehn, wie sie fällt

Und doch sehe ich den Bengel schon vor mir liegen
Wir lieben ihn so sehr und er lernt uns zu lieben
Er wird älter und reift heran zu einem wahren Mann
Der merken wird, dass Liebe hier nicht überleben kann

Ich seh meinen kleinen Jungen vorwärts gehen
Ich seh unsre Gräber auf dem Friedhof stehen
Ich seh wie Licht und Dunkelheit sich treffen
Ist der Wunsch nach Unsterblichkeit vermessen?

Liebe, echte Liebe, wurde dem Kind gegeben
Hass, echter Hass, ohne wird man nicht überleben
Liebe, wahre Liebe, bringt den Tod
Hass, falscher Hass, färbt diesen so rot

Hör auf (d)ein Leben zu riskieren
Und fang an es zu akzeptieren
Die Menschen sind nunmal wie sie sind
Es tut mir Leid, doch ich will kein Kind

Dienstag, 12. August 2008

Keine Luft für die Lunge

Das Gedicht habe ich vor einer halben Stunde angefangen und dann in einem Rutsch fertig geschrieben. Ich habe es danach nicht nochmal überarbeitet. Zu lustlos.

Keine Luft für die Lunge

Stickige Luft und ein kleines Kind,
Das sich die Seele aus dem Leibe schreit
Was dem abartigen, grausamen Tod
Irgendwie etwas Unschuld verleiht

Seit Jahren läufst du und kommst doch nirgendwo an
Man sollte aufgeben und sterben, wenn man kann
Kennst nichts anderes als die nicht enden wollende Jagd
Doch was, wenn nicht der Körper, sondern der Verstand versagt

Wenn dein beschissenes Leben erneut vor deinem Auge kollidiert
Weil dein inneres Ich erneut den Kampf um deine Seele verliert
Obwohl es jedes Mal viel härter trainiert
Und jedes Mal mehr und mehr Schläge pariert
Dritte Runde - deine Lunge kollabiert
Viel zu viel gesetzt und viel zu viel riskiert
Verloren - Wie oft ist das jetzt schon passiert?

Im gottverdammten Leben gibt’s mehr als nur schwarz und weiß
Die Sinn-Suche definiert sich nicht über kalt und heiß
Was ist schon Karma, Schicksal oder Glück?
Dein altes Leben kriegst du nicht zurück

Während du verblutest
Und dennoch vermutest
Das hätte was Gutes
Verbrennt deine Seele vor deinen Augen
Kannst es zwar sehen, doch einfach nicht glauben

Wer wird sich an dich erinnern, wenn du erst mal nicht mehr bist?
Jeder kennt den Teufel; keiner die, deren Seelen er frisst
Keine Luft für deine Lunge, ein kleines Kind und dessen Geschrei
Sagen dir, es ist zwar das Ende, aber noch lange nicht vorbei

Die Eigene Seele verlieren und eine andere retten
Du packst das Kind; beginnst es mit dir zu schleppen

Kleines Kind in deinem Arm
Keine Luft für die Lunge
Renn um dein Leben
Tapferer Junge

Donnerstag, 7. August 2008

Gaben der Einsamkeit


Gaben der Einsamkeit

Sie wandert durch die alten Gassen einer längst vergessenen Zeit
Andere Kinder träumen, während sie in "der" Wirklichkeit verweilt
Er wandert durch die gleichen alten Gassen der gleichen Zeit
Er ist all die gestorbenen Träume und die "andere" Welt leid

Sie musste schon früh feststellen, dass nicht jede Wunde verheilt
Er muss jetzt feststellen, dass jeden Menschen das Ende ereilt
Ein Kind ohne Hoffnung in einer Welt ohne Sicht
Und ein blinder Mann in einer Welt ohne Licht

Sie reicht ihm ihre Hände - er kann sie nicht sehen
Er schenkt ihr seine Liebe – sie weiß, sie wird vergehen
Vollkommen blind und taub für die Welt um sich herum
Sie haben nichts zu sagen und so bleiben sie stumm

Er kam in diese Welt um endgültig zu sterben
Da beginnt sie sein Leben mit Gold einzufärben
Die Gabe einem Menschen zu zeigen, man ist nicht allein
Wer man wirklich ist, ist immer mehr, als man vorgibt zu sein

Sagt sie auch nur ein Wort tritt Schmerz in sein Gesicht
Ihre helle Stimme bricht an dieser Welt wie Licht
Ihre kleinen Hände ranken sich um sein mürbe gewordenes Bein
Das kleine Mädchen und der blinde Mann sind nicht länger allein

Viele Jahrzehnte später atmet der blinde Mann reine Luft
Nicht vollkommen rein; eine kleine Priese von ihrem Duft
Gibt ihm das Gefühl, wieder ein lebendiger Mensch zu sein
Und obwohl das Mädchen nie existiert hat, ist er nicht allein