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Montag, 11. Mai 2009

Der Kampf

Ich steht vor ihm,
die Fäuste geballt
Die letzte Lösung,
sie lautet Gewalt!

Mein Sohn hinter mir,
sein Blick voller Schrecken.
Mein Pflicht,
ich werde ihn decken

Ich werde ihn schützen,
es ist mir einerlei.
Mein Leben für seins,
es sei!

Er dringt auf mich ein,
mit mächtiger Hand
Ich entrinne seinen Krallen
wie Sand!

Sein Atem geht rasselnd
in der Hitze der Schlacht.
Ich dring' auf ihn ein
mit aller Macht.

Er taumelt zurück,
verletzt und geschlagen
Meinen Dolch in der Flanke,
seine Beine versagen.

Ich reiche die Hand,
meinem Sohn entgegen.
Der Lindwurm versucht
seinen Kopf zu heben

Seine Augen sie sagen
beende es nun.
Ich bin der Verlierer
du musst es tun.

Wir wenden uns ab,
wir schreiten hinfort
Meine Worte erleuchten
den finsteren Ort.

Nimm dieses Geschenk
es ist meine Gabe
Sie kommt aus dem Herzen,
meine Gnade!
___________

Anmerkung:
Das Gedicht ist inspiriert durch Großer Drache, von Jay Nightwind.

Samstag, 9. Mai 2009

Gnade

An jenem Tag im Herbst
Betrat ich erneut jenes Zimmer
Das ich niemals gern betrat
Und sah
Was ich stets gehofft hatte
Nie zu sehen
Und deine Erleichterung dazu
Und ich hätte schreien mögen
Und weglaufen
Bis ans Ende allen Ortes
Aber ich blieb
Und lächelte
Und setzte mich
Und sah auf das
Dessen Bedeutung ich begriff
Und du nicht
Und ich log
Aus Gnade
Und aus Verzweiflung
Und ließ dich
Mit dieser Lüge gehen

Donnerstag, 7. Mai 2009

Keine Gnade

Mit dem Tumor in meiner Wade
Bilde ich eine perfekte
Ursprungsgerade
Und zusammen
Durchschneiden wir
Diese Scharade
Führen euch auf
Neue Pfade
Sprengen
Eure Fassade
Keine Gnade
Keine Gnade

Mit dem Herzen aus reiner Jade
Werde ich der neue
Wortnomade
Und zusammen
Durchbrechen wir
Diese Blockade
Feiern unsere
Eigene Parade
Sprengen
Eure Palisade
Keine Gnade
Keine Gnade

Wir verlieren uns
Auf der Promenade

Schade


Anmerkungen: Absicht.

Mittwoch, 6. Mai 2009

Gnadenlos

Du liegst blutend im Dreck.
Tropfen auf hellen Stein.
kannst nicht mehr weg,
doch willst nirgendwo anders sein.

Du fletscht die Zähne,
spuckst mir ins Gesicht.
Seh' ich da eine Träne?
So einfach ist das nicht.

Bäumst dich auf, greifst mich an,
wirfst mich schreiend nieder.
Reißt dich noch einmal zusamm',
schlägst mich wieder und wieder.

Ich verliere einen Zahn,
du kommst endlich aus dir raus.
Seh' in deinen Augen den Wahn,
du blutest langsam aus.

Deine Faust auf und ab,
gleich greife ich an.
Langsam wird es echt knapp,
jetzt bin ich wieder dran.

Ich schmecke mein Blut,
und lächle dabei.
Junge, du bist echt gut,
doch deine Zeit ist vorbei.

Ja, noch ein Schlag,
ja, genau jetzt.
Nein, was für ein Tag,
warum so entsetzt?

Ich richte mich auf,
dein Handgelenk bricht.
Jetzt bin ich richtig drauf,
ich tret' dir ins Gesicht.

Ich spüre es,
wie es mich durchdringt,
das Adrenalin,
wie es lacht, pfeift und singt.

Es wurden Rollen getauscht,
nicht nur einmal.
Jetzt siehst du zu mir auf,
ich war ja richtig brutal.

Du winselst um Gnade.
Bist du mit dir im Reinen?
Wenn nicht wär's echt schade,
denn Gnade gewähre ich keinem.